So können falsche Strategien zu Verlusten führen
Es ist schon ärgerlich genug, wenn ein Partnerprogramm trotz tausendfacher Einblendungen nichts einbringt und man am Ende nichts anderes getan hat, als wochenlang für irgend jemanden kostenlose Werbung zu betreiben.
Dass falsch ausgewählte Partnerprogramme unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich auch noch einen finanziellen Schaden verursachen können, ist wohl weniger bekannt.
Folgendes Fallbeispiel macht deutlich, auf welche Weise Seitenbetreiber durch unbedacht ausgewählte Werbung einen finanziellen Schaden erleiden können:
Eine gut besuchte Webseite schaltet hauptsächlich Adsense von Google. Die mit Adsense dort erzielten Pay-Per-Click Einnahmen sind sehr zufriedenstellend und bisher auch relativ konstant.
Angelockt durch traumhaft hohe Lead-Provisionen für Versicherungsvergleiche entscheidet sich der Webmaster zur Teilnahme an einem entsprechenden Partnerprogramm und schaltet zusätzlich zur Adsense-Werbung ein Banner mit integriertem Versicherungs-Check, sowie einen redaktionellen Beitrag zum Thema Versicherungswechsel.
Da zur betreffenden Zeit (gegen Jahresende) angeblich viele Versicherte ihre Tarife überprüfen und einen Anbieterwechsel erwägen, erscheint die Teilnahme an einem solchen Programnm durchaus plausibel.
In der Folgezeit gehen trotz unveränderten Besucherzahlen die mit Google-Adsense erzielten Einnahmen deutlich zurück. Der Seitenbetreiber vermutet zuerst nur eine kurzfristige Schwankung und geht der Sache nicht weiter nach. Nach einigen Wochen jedoch wird deutlich, dass ein anhaltend drastischer Einbruch der Adsense-Einnahmen eingetreten ist.
Auf der Suche nach Ursachen hierfür stellt sich dann folgendes heraus:
Auch über Adsense erscheint Werbung für Versicherungsvergleiche. Was ja logisch ist, da Adsense-Werbung sich nach den in Webseiten enthaltenen Inhalten richtet.
Logisch ist auch, dass die Adsense-Werbung für Versicherungsvergleiche bei den Besuchern genau so viel Interesse findet, wie auch das Banner mit dem Versicherungs-Check.
Und dieses Interesse lag im vorliegenden Fall bei NULL
Sofort nach Entfernen des Versicherungs-Checks und des darauf verweisenden Beitrags erscheinen wieder die frühren Adsense-Anzeigen, was die zuvor drastisch eingebrochenen Adsense-Einnahmen sofort auch wieder auf das vorherigen Niveau zurück bringt.
Der Seitenbetreiber hat in diesem Fallbeispiel also nicht nur am Versicherungsprogramm nichts verdient, sondern zuzätzlich auch noch über mehrere Wochen deutliche Verluste bei seinen Adsense-Umsätzen verzeichnet.